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Auf dieser Internetseite finden Sie in den nebenstehenden Rubriken verschiedene Informationen über meine Tätigkeit auf dem Gebiet der Architektur und der Stadtplanung. Hierzu gehören, neben der Forschung und der akademischen Lehre im Städtebau, der Architekturtheorie und dem Entwerfen, vor allem der Schutz kulturellen Erbes - materiell und immateriell - durch denkmalpflegerische, gestalterische, planerisch-administrative und didaktische Maßnahmen.

Die drei Vignetten rechts, die auf die Städte und Landschaften an Rhein, Maas und Schelde verweisen, stehen stellvertretend für das reiche Kulturerbe Europas, für dessen Schutz wir Europäer bereits seit mehreren Dekaden eintreten. Dieser gemeinsame Schutz des gemeinsamen Kulturerbes ist allerdings eine verhältnismäßig junge Errungenschaft der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts; eine Errungenschaft, die erst durch das friedliche Miteinander nach dem zweiten Weltkrieg und der darauf aufbauenden politischen und wirtschaftlichen Stabilität möglich wurde - wenn gleich gerade wirtschaftliche Erwägungen heutzutage die größten Herausforderungen für den Kulturgüterschutz darstellen. In anderen Teilen der Welt findet man jedoch eine ganz andere Lage vor.

Hierfür stehen die neun 'schnellen' Skizzen auf dieser Seite, die ich während einer Forschungsreise in Syrien im Herbst 2011 anfertigen konnte, um die räumlichen Atmosphären der beeindruckenden Städte und Landschaften festzuhalten. Heute sind diese Zeichnungen zu einer persönlichen Dokumentation eines Zustandes geworden, von dem an vielen Orten sehr ungewiss ist, ob er noch der Realität entspricht. Alle syrischen Kulturgüter sind von den andauernden Kampfhandlungen und der Destabilisierung des Landes bedroht; der erforderliche Schutz ist in Kriegszeiten kaum durchsetzbar. Wenn auch zu Recht den unmittelbaren Bedürfnissen der Menschen derzeit unser Hauptaugenmerk gelten soll, so müssen wir uns aber bewusst sein, dass auch Kultur und Tradition ein wesentliches menschliches Bedürfnis ist - und die Zerstörung von Kultur und Tradition zumeist kein 'Kollateralschaden', sondern eine bewusste kriegerische Maßnahme.

Die Sicherung kulturellen Erbes ist somit keine nachgeordnete Aufgabe für Friedenszeiten, sondern sollte als eine Maßnahme begriffen werden, die auch dazu beiträgt, Frieden zu erhalten: «culture for peace».

Sollten Sie über die Darstellungen auf dieser Internetseite hinaus Fragen haben, oder sich zu den benannten Themen austauschen wollen, freue ich mich auf eine Nachricht von Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Karsten Ley

 

Amsterdam - Max-Euwe-Plein

Brussel - Grand Place

Aachen - Dom



 


Damaskus - Beit al-'Aqqad
 


Dura-Europos / Qal'at es-Salihiye - Hellenistisches Palmyra-Tor
 


Aleppo / Halab - Umayyaden-Moschee

 


Zenobia / Halabiya - Byzantinische Zitadelle, Prätorium und Stadtmauer

 


Kyrrhos / Hagioupolis - Spätrömisches Mausoleum des Nebi Huri

 


Kyrrhos / Hagioupolis - Römisches Theater

 


Androna / al-Andarin - Byzantinisches Kastell

 


Hama - Mittelalterliche Wasserräder (Noria)

 


Damaskus - Umayyaden-Moschee mit Johannesgrab